Die anfänglich immensen Kursaufschläge nach den starken Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr hat ASML gestern nicht verteidigen können. Aus fundamentaler Sicht war es trotzdem ein erfreulicher Tag für den Chipausrüster. Das bietet Anlegern Chancen.
Die nackten 2025er-Ergebnisse der Niederländer rückten zur Wochenmitte schnell in den Hintergrund. Nach einem starken Schlussquartal lagen Jahresumsatz (32,7 Mrd. Euro), Bruttomarge (52,8%) und Nettogewinn (9,6 Mrd. Euro) im Rahmen der Erwartungen. Mit Begeisterung blickten die Marktteilnehmer allerdings auf den Auftragseingang und die daraus resultierende Prognose für das laufende Jahr. So konnte ASML im Q4 Aufträge im Gegenwert von 13,2 Mrd. Euro einsammeln. Analysten hatten lediglich mit der Hälfte gerechnet. Auch die 2026er-Umsatzziele liegen in der Mitte der jeweiligen Range klar über Konsens.
Auch für die kommenden Jahre zeigt sich der Vorstand sehr zuversichtlich, weil sich die Marktprognosen in den vergangenen Monaten deutlich verbessert hätten. Entscheidend sei dabei, dass Firmen wie Intel, Samsung und TSMC als Kunden von ASML wohl zunehmend von der Nachhaltigkeit der langfristigen KI-Nachfrage überzeugt sind und deshalb ihre Kapazitäten für KI-Anwendungen in Rechenzentren oder anderen Infrastrukturen deutlich ausbauen wollen. Für ASML bedeutet das eine anhaltend starke Nachfrage nach ihren Maschinen.
Die Aktie ist gestern am oberen Ende ihres langfristigen Aufwärtstrendkanals abgeprallt, nachdem sie in den Wochen und Monaten zuvor aber auch sehr stark gestiegen war. Seit dem Zwischentief im August hat sich der Kurs mehr als verdoppelt und in den ersten Tagen des neuen Jahres ging es bereits um 30 Prozent aufwärts. Die Bewertung erscheint auch deshalb mit einem 12-Moth-Forward-KGV von 43 äußerst ambitioniert. Allerdings dürften die Gewinnschätzungen in den kommenden Tagen noch ein gutes Stück nach oben revidiert werden. Und auch für die nächsten Jahre sind deutliche Steigerungen zu erwarten.
Unter dem Strich zeigt sich so ein Umfeld, in dem strukturierte Produkte womöglich die vielversprechendste Anlageoption sind. Wir haben dabei diesmal für unsere Marktidee nach einem Zertifikat mit möglichst hohen Renditechancen gesucht und sind bei einem Capped Bonuszertifikat der LBBW fündig geworden (LB6LN7). Am Ende der Laufzeit im März 2027 können Anleger hier einen Ertrag von rund 28 Prozent (24,3 Prozent p.a.) einstreichen, wenn die ASML-Aktie bis dahin niemals die Barriere von 850 Euro (31 Prozent Puffer) verletzt. Im Falle eines Barriere-Bruchs erfolgt die Einbuchung von Aktien, wobei der Buchverlust wegen des Aufgelds dann etwas höher ausfällt als bei einem Direktinvestment in ASML.