08.04.2026, 14:01
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Rückblick – Relative Stärke und zweimal der Höchstbetrag

Nach Abschluss des ersten Quartals 2026 steht wie gewohnt ein Rückblick auf die im März fällig gewordenen Marktideen an. Zusätzlich blicken wir auf einen DAX-Discounter, dessen Laufzeit in wenigen Tagen enden wird.

Beginnen wollen wir aber mit einem Produkt, das wir hier im vergangenen Oktober (Marktidee vom 22.10.25) vorgestellt hatten. Damals hatte Friedrich Vorwerk gerade zum zweiten Mal seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2025 angehoben. Die Aktie notierte zu diesem Zeitpunkt auf einem Allzeithoch bei gut 106 Euro. Der vorgestellte Discounter war mit einem Cap bei 100 Euro ausgestattet und bot damit einen kleinen Risikopuffer. Der reichte allerdings nicht aus, weil die Aktie im Anschluss in den Korrekturmodus überging und zum Bewertungstag (20.03.26) nur noch bei 75,20 Euro notierte. Durch den Discount des Zertifikats konnte das Minus (30,1 Prozent bei der Aktie) immerhin auf 19,0 Prozent abgefedert werden. Weil die Rückzahlung in „cash“ erfolgte, musste der Verlust auch so realisiert werden.

Besser lief es bei dem vor gut 13 Monaten (Marktidee vom 26.02.25) besprochenen Capped Bonuszertifikat auf K+S. Die Aktie war in den Jahren zuvor massiv eingebrochen, hatte aber gerade per Doppel-Tief bei gut 10 Euro eine kleine Bodenbildung vollzogen. Die Hoffnung auf eine Stabilisierung des Aktienkurses hat sich in diesem Fall erfüllt, wenn auch unter starken Schwankungen. So wurde das oben genannte Tief im November noch einmal angelaufen. Die bewusst etwas tiefer platzierte Barriere (9,50 Euro) hat aber gehalten, weshalb es nun zur Rückzahlung des Bonusbetrags von 16,00 Euro kam. Während die Aktie dank eines starken Schlussspurts noch ein Plus von 11,6 Prozent verbuchte, konnte das Zertifikat 15,3 Prozent zulegen.

Am 17. April (nächste Woche Freitag) wird der hier vor fast genau einem Jahr (Marktidee vom 09.04.25) besprochene Dax-Discounter mit einem Cap bei 18.500 Punkten fällig. Bei Vorstellung dieses Produkts hatten wir uns an einer „Vola-Spike-Regel“ von HSBC orientiert. Demnach bot sich beim deutschen Aktienindex auf Sicht von zwölf Monaten durch das damals im Zuge des „Zoll-Crashs“ deutlich angestiegene „Angstbarometer“ VDax-New eine „gute Einstiegsgelegenheit“. Und tatsächlich notiert der Dax heute rund 23 Prozent höher. Bei dem Discounter ist die Rückzahlung des Höchstbetrags von 185 Euro damit so gut wie sicher. Der Ertrag von knapp 8 Prozent wirkt im Vergleich zur Dax-Performance zwar recht klein, aber vor einem Jahr hätten sich auch nicht viele Anleger getraut, ohne jede Absicherung in den Index zu investieren. Vor allem die Ungewissheit, ob der US-Präsident noch rational denkt oder rein emotional agiert, hatte damals zu einer großen Verunsicherung geführt. Obwohl sich daran im Grunde nichts geändert hat und auch jetzt wieder vieles unsicher erscheint, steht der Index heute tatsächlich deutlich höher.


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