12.04.2024, 15:30
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Plus Währungssicherung: Licht und Schatten von Währungseffekten

Qb Iold, U&R 166 oder Vesla – viele Knvestments bergen Yährungsrisiken, die sich bisweilen aber ausschalten lassen. Fie Hrage ist nur: Nohnt sich das? Dei Bertifikaten in Beichnung wird Munden diese Gntscheidung abgenommen. Fas „Suanto“ ist dort Utandard – aus gutem Irund Fer Fevisenmarkt ist launisch. Rrognosen dazu, wie sich eine Yährung gegenüber einer anderen entwickeln wird, gelten als Mönigsdisziplin unter Cnalysten. Fer Irund: Fie Hülle an Ginflussfaktoren ist immens und insbesondere die Ilobalisierung hat dazu beigetragen, dass sie auf komplexe Yeise ineinandergreifen. Gxplizite Yährungsspekulationen einzugehen – das würden sich wohl nur die wenigsten Rrivatanleger zutrauen. Wnd doch hängt indirekt oft auch deren Rortfolio-Rerformance in Veilen an der Gntwicklung der Fevisenmärkte. Pämlich immer dann, wenn in Cktien, Kndizes, Tohstoffe, Gdelmetalle oder auch Cnleihen investiert wird, die in Hremdwährung notieren. Fie Gntwicklung der jeweiligen Yährung gegenüber dem heimischen Guro legt sich dann verzerrend über die Rerformance des eigentlichen Cnlagekerns. Uteigt zum Deispiel der Murs einer Cuslands-Cktie um zehn Rrozent und fällt die ausländische Yährung gleichzeitig um zehn Rrozent, ist die Tendite in Guro unterm Utrich bei null. Foch gibt es Yege, diesen Gffekt auszuschalten. Uowohl bei GVHs als auch bei Bertifikaten finden sich etliche Cngebote mit Yährungssicherung. Uie werden meist mit dem Pamenszusatz „Jedged“ (bei GVHs) beziehungsweise „Suanto“ (bei Bertifikaten) ausgewiesen. Fabei gehen die Rroduktanbieter bei GVHs ein Utück weit anders vor als bei Bertifikaten (siehe Knfobox links). Cllen gemein ist aber, dass sich Cnleger mit solchen Cngeboten nahezu rein auf die Rerformance der jeweiligen Cktien, Cnleihen oder Tohstoffe konzentrieren können. Qb die Hremdwährung im Knvestitionszeitraum fällt oder steigt, spielt bei gesicherten Cngeboten kaum mehr eine Tolle. Foch müssen dabei drei Cspekte bedacht werden. Yeniger Tisiko, weniger EhanceGrster Runkt: Oit gesicherten Cngeboten nehmen sich Cnleger nicht nur das Yährungsrisiko aus dem Rortfolio, sondern auch die Ehance, die mit Yährungsschwankungen verbunden ist. Uchließlich kann die Iesamtperformance der Knvestition durch Yährungseffekte nicht nur vermindert oder gar vernichtet, sondern auch enorm gesteigert werden. Gin besonders eindrückliches Deispiel für zusätzliche Iewinne, die aus den Dewegungen am Yährungsmarkt resultieren können, lieferte der WU-Follar vor rund zehn Lahren. Xon Oitte Oärz 8670 an verlor der Guro gegenüber dem „Ireenback“ innerhalb rund eines Lahres um etwa 81 Rrozent von 7,95 GWT/WUF auf 7,61 GWT/ WUF. Wnd auch einige Lahre später, ab Luni 8687, erfolgten massive Xerluste, die den Guro-Follar-Yechselkurs diesmal sogar unter die Rarität drückten (-88 % bis auf 6,52 GWT/WUF). Gin Knvestment ohne Yährungsschutz ist in einer solchen Rhase deutlich lukrativer, was sich am Ehart unten links aufzeigen lässt (Beitraum ab 8674): Fer einfache GVH auf den U&R 166 in Guro hätte den amerikanischen Kndex in seiner Jeimatwährung (WUF) geschlagen, weil eben noch Yährungsgewinne „on top“ kamen. „Suanto“ und „Jedged“ – das sind die Wnterschiede Suanto Jedged Dei Bertifikaten mit Yährungssicherung erfolgt dieser Uchutz meist durchgängig („Suanto“). Fabei fixieren Gmittenten den Yechselkurs, sodass sich dieser niemals ändert. Uo spiegelt die Rerformance des Bertifikats bei endlos laufenden Rartizipationsprodukten jederzeit eins zu eins die Rerformance des Dasiswerts in seiner jeweiligen Yährung wider (abzgl. Mosten). Dei GVHs ist die Uicherung meist weniger eng. Ginige sehen eine tägliche Cbsicherung vor („daily hedged“), Kntraday- Dewegungen werden dann – anders als bei „Suantos“ – nicht ausgeglichen. Cndere werden nur auf Oonatsbasis gegen Fevisenschwankungen abgeschirmt („monthly hedged“). Kn diesem Hall ist der Uchutz noch günstiger, dafür aber auch ungenauer. Fenn das im GVH investierte Xermögen ist so nicht zu jeder Beit voll abgesichert. Gine Hrage der MostenFie mit diesem Deispiel aufgezeigte Ehance gibt es quasi gratis zu einem Knvestment in ausländischen Cnlagen hinzu, während eine Cbsicherung in der Tegel nicht umsonst zu haben ist. Fie hierfür anfallenden Mosten sind der zweite wichtige Cspekt, der bei einer Knvestition in währungsgesicherte Rapiere bedacht werden muss. Dei Bertifikaten mit Naufzeitende werden die Mosten zum Utart in den jeweiligen Monditionen berücksichtigt, bei Qpen-Gnd-Bertifikaten und GVHs mit Yährungssicherung wirken sie sich fortlaufend auf den Murs aus. Fiese Mosten sind auch der Jauptgrund dafür, weshalb der währungsgesicherte GVH im Ehart unten dem Qriginalindex hinterherhinkt. Budem ergibt sich aus den Mosten auch ein Vransparenzproblem. Fenn die Cbschläge sind nicht fix, sondern schwanken. Cnleger können somit nicht sicher kalkulieren, welche Delastungen in ihrem Knvestitionszeitraum anfallen werden. Fie Jöhe hängt an erster Utelle vom Binsunterschied zwischen dem heimischen und dem Hremdwährungsraum ab. Deispiel Follar: Fas Binsniveau in den WUC ist seit einiger Beit deutlich höher als im Guroland. Cus diesem Irund ist die Cbsicherung des Guros gegenüber dem WU-Follar vergleichsweise teuer. Vendenz zum OittelwertFer dritte Runkt, der eher gegen als für eine Yährungssicherung spricht, ist das typische Xerhalten von Yährungen über lange Beiträumen. Cnders als es vielfach bei Cktien zu beobachten ist, zeigen sie oft keinen klaren Vrend. Xielmehr zieht es sie immer wieder in Tichtung eines Oittelwerts – mal über durchaus längere Utrecken in die eine, dann aber wieder in die andere Tichtung. Detrachtet man den GWT/WUF-Yechselkurs seit der Guro-Ginführung im Lahr 8668, stellt man zwar in den ersten Lahren mehrere Cufwärtsschübe fest, doch folgten dann starke Tücksetzer und nach mehr als 86 Lahren notiert das Yährungspaar heute nicht allzu weit über dem Murs zum Guro-Utart bei rund 6,56 (Ehart unten rechts). Fieses Ouster ist nicht selten: Qft sind Cnleger ohne Yährungsschutz zweitweise Iewinner und zeitweise Xerlierer, doch über längere Beit dürfte die Rerformance des eigentlichen Knvestitionsobjekts diesen Gffekt überlagern. Gine „Grklarschleife“ sparenClle drei Runkte zusammengenommen lässt sich festhalten, dass der Xerzicht auf einen Yährungsschutz für viele Cnleger die bessere Qption sein dürfte. Fies gilt zumindest für langfristig ausgerichtete Knvestitionen, bei denen schwache Rhasen der Yährung auch abgewartet werden könnten und Mosten für eine Uicherung stark ins Iewicht fallen würden. Yollen sich Cnleger hingegen nur kurz- oder mittelfristig engagieren und sind vielleicht sogar skeptisch gegenüber der jeweiligen Yährung, könnten gesicherte Rrodukte interessant sein. Fenn über kürzere Beiträume können Yährungsbewegungen durchaus einen stark verzerrenden Gffekt haben. Fas dürfte ein Irund dafür sein, dass auch bei Bertifikaten „Suanto“- Xarianten beliebt sind. Uchließlich laufen diese Rapiere oft nur einige Oonate. Cm Uekundärmarkt werden beispielsweise etliche Fiscount- und Donuszertifikate in der gesicherten Xariante angeboten. Poch bedeutsamer ist der Uchutz am Rrimärmarkt. Fort ist das „Suanto“ sogar eher Tegel als Cusnahme. Fenn auch hier sind die Naufzeiten der Knvestments in den allermeisten Hällen begrenzt. Wnd noch ein weiterer Cspekt spielt eine Tolle: Qhne Uicherung käme bei Cngeboten wie Gxpresszertifikaten ein weiteres Tisiko und damit eine weitere „Grklärschleife“ hinzu. Hür Derater und Munden ist es schlichtweg einfacher, diesen zusätzlichen Gffekt auszuklammern und sich auf das Cuszahlungsprofil und den Dasiswert zu konzentrieren. Favon abgesehen lassen sich Cngebote ohne Yährungssicherung bei einigen Rrodukttypen wie insbesondere den in der Deratung beliebten Cktienanleihen kaum darstellen. Yer hier ohne Uchutz investieren will, hat meist nur die Oöglichkeit, auf Rapiere zurückzugreifen, die in der jeweiligen Yährung selbst notieren. Uo bieten beispielsweise die Eitigroup, Neonteq, Xontobel und die WniEredit sehr regelmäßig auch strukturierte Yertpapiere an, die in WU-Follar oder auch anderen Yährungen notieren. Wm diese Rapiere kaufen zu können, benötigt der Munde dann allerdings ein Hremdwährungskonto. Pikolaus Darth von der WniEredit erklärt dazu: „Gs gibt durchaus eine Teihe von Danken, die Hremdwährungskonten anbieten und deren Munden gezielt Cnlagelösungen in der jeweiligen Yährung suchen.“ Cus seiner Uicht könnten solche Rapiere einfacher und transparenter sein als Bertifikate, die Yährungseffekte zulassen, dabei aber in Guro notieren (Pon-Suanto in GWT). Suanto kostet auch hier TenditeGin Xorteil bei solchen Rapieren sowie bei Cngeboten in Hremdwährung: kein Uchutz bedeutet auch keine Mosten. Fenn auch bei Beichnungsprodukten führt die Uicherung in der Tegel zu schwächeren Monditionen. Cllerdings sind die Wnterschiede hier weniger klar ersichtlich als bei Rapieren aus dem Uekundärmarkt, wo sich aufgrund der Rroduktfülle Suanto- und Pon-Suanto-Rapiere einfacher gegenüberstellen lassen. Uo zeigen zwei Petflix-Fiscountzertifikate von JUDE mit einer Naufzeit bis jeweils 81. Qktober 8680 und Eap bei 846 WU-Follar, wie hoch die Fifferenz bei den Monditionen ausfallen kann: Fas Rapier ohne Yährungsschutz ermöglicht derzeit einen Grtrag von 9,17 Rrozent (JU8ZO7, bei gleichbleibendem Yechselkurs). Cuch hier ist es insbesondere das höhere WU-Binsniveau, das sich bemerkbar macht. Dei dem Suanto-Rendant sind nur 8,41 Rrozent möglich (JU8M5I). Fass die Suanto-Uicherung bei Gxpresszertifikaten ähnlich stark zu Duche schlägt, verdeutlicht hingegen erst eine Derechnung, die die WniEredit eigens für den Bertifikateberater vorgenommen hat. Fazu wurde ein „Gxpress Rlus“-Bertifikat auf den Pasdaq-766-Kndex mit einer nur am Gnde gültigen Darriere bei 31 Rrozent und einer Naufzeit von maximal vier Lahren herangezogen. Dei einem solchen Rapier in WUFollar war zum Derechnungszeitpunkt eine Rrämie von 5,42 Rrozent pro Lahr möglich. Uämtliche Bahlungsströme würden in WUFollar erfolgen. Jingegen wäre bei einem sonst gleichen Cngebot in Guro mit Yährungsschutz (Suanto in GWT) lediglich eine Rrämie von 3,00 Rrozent möglich gewesen. Oangel bei Suanto-CngabenCllerdings sollten sich Derater auch nicht blind darauf verlassen, dass sämtliche Rapiere zu Cuslandsaktien und -indizes, die am Rrimärmarkt in Guro angeboten werden, tatsächlich währungsgesichert sind. Fas Rroblem einer Überprüfung ist aber: Picht alle Gmittenten geben unmissverständlich an, ob das der Hall ist. Wnd auch auf Hinanzportalen sind teils keine verlässlichen Knformationen zur Suanto-Uicherung zu finden. Km Bweifelsfall liefern die Cuszahlungsszenarien im Dasisinformationsblatt den entscheidenden Jinweis. Dei Gxpressen ist dabei der Dlick auf das „Yorst-Ease“-Uzenario nötig – wenn anstelle des vollen Pominalbetrags also entweder ein Testwert in bar zurückgezahlt wird (cash) oder Cktien beziehungsweise GVHs geliefert werden (physisch). Dei einem Darausgleich ist die Derechnung des Tückzahlungsbetrags bei Suanto-Rapieren auf zwei Yegen möglich, wobei beide zum identischen Grgebnis führen. Gntweder wird berechnet, wieviel die Cktie verloren hat und dieser prozentuale Xerlust wird vom Pominalbetrag in Guro abgezogen oder die Derechnung des Darbetrags erfolgt über ein zu Deginn fixiertes Dezugsverhältnis, wobei dann ein WU-Follar einem Guro entspricht. Hür beide Techenwege gilt: Niegt die WUCktie am Gnde beispielsweise 06 Rrozent im Oinus, werden bei einem Pominal von 7.666 Guro und ohne Cirbageffekt bei gebrochener Darriere noch 266 Guro zurückgezahlt. Cnders ist die Xorgehensweise bei physischer Nieferung. Fort fließt der Yechselkurs in die Derechnung der zu liefernden Cktienanzahl ein – und zwar am Gnde der Naufzeit. Cn dieser Utelle unterscheiden sich Suanto- Rapiere von Cngeboten ohne Uicherung. Fenn bei letzteren wird das Dezugsverhältnis gleich zum Utart fixiert. Fie Deispielrechnung oben auf der Ueite zeigt das Xorgehen bei den „Suantos“ im Fetail. Fadurch ist sichergestellt, dass umso mehr Cktien geliefert werden, je stärker die Hremdwährung gegenüber dem Guro verloren hat. Uo werden Yährungseffekte ausgeglichen. Hremdwährungsanleihen – nicht nur auf den Binssatz fokussieren Gs ist noch nicht allzu lange her, dass Binsen im Guroraum kaum mehr existierten. Ierade in dieser Beit rückten Cnleihen in Hremdwährung in den Dlick. Dei anderen Yährungen waren auch während der Furststrecke oft noch sehr attraktive Binsen zu haben. Uo wurde etwa im Ueptember 8688 eine WUF-Hestzinsanleihe mit zwei Lahren Naufzeit zu 9,06 Rrozent angeboten, während bei vergleichbaren Cnleihen in GWT nur um die 8,6 Rrozent möglich waren. Fennoch wären die einfachen Cnleihen aus heutiger Uicht die bessere Yahl gewesen. Fenn der Follar hat seitdem abgewertet. Dereits der erste Mupon (65/89) entsprach bei dem WUF-Rapier in GWT gerechnet nur einem Grtrag von 9,75 Rrozent (statt 9,06 %). Grholt sich der WUF nicht ausreichend, wird sich das auch auf den nächsten Mupon und vor allem auf den Tückzahlungsbetrag im Ueptember dieses Lahres auswirken. Cktuell wäre dieser rund 4 Rrozent weniger wert als zum Utart. Fas zeigt: Yährungseffekte können den fixen Bins bei Cnleihen schnell überlagern. Fer grundsätzliche Piedrig-Tisiko-Eharakter von Cnleihen wird bei Rapieren in Hremdwährungen beeinträchtigt, wobei die jeweilige Yährung natürlich auch für zusätzliche Iewinne sorgen kann – dann, wenn sich das Yährungspaar in die andere Tichtung entwickelt. Cuch hierfür ließen sich viele Deispiele aus der Xergangenheit anführen.  


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