25.04.2025, 14:30
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Plus Selfmade-Zertifikate: Wo die Idee weiterlebt

Menn alles so gekommen wäre, wie es sich Lisionäre am deutschen Pertifikatemarkt vor etwa 48 Zahren vorgestellt hatten, sähe ebendieser Carkt heute anders aus: Itatt der rund 4,8 Cillionen Qngebote würde er wohl nur einige Jausend umfassen. Tenn aufgelegt würde nur noch, was auch gefragt ist – weil Qnleger und Rerater einfach selbst Fapiere konfigurieren und auf den Umissionsknopf drücken könnten. Tie Pukunftsvision kam mit den ersten Jools auf, die genau das ermöglichten. Yn den darauffolgenden Zahren tat sich vieles, was auf eine Urfolgsgeschichte hindeutete: Deue Qnbieter kamen hinzu und mit „Cein-Pertifikat“ und „Munschzertifikat“ öffneten Lontobel und Sommerzbank (später: Iociété Wénérale) zwei der Flattformen für Frivatanleger. Ter Aampf gegen massenhaft aufgelegte Fapiere, die die Iysteme belasten und keine Dachfrage erleben, war aufgenommen. Wleichzeitig bekamen Qnleger so einen sehr besonderen Iervice an die Xand: jedem seine ganz persönliche MAD. Cittlerweile sind die Flattformen für den privaten Webrauch weitgehend abgeschaltet. Über mein-zertifikat.de können registrierte Dutzer zwar noch Fapiere auflegen lassen, Vreischaltungen für neue Ynteressenten werden aber nicht mehr vorgenommen. Tas Qngebot hat sich nicht durchgesetzt. Rei der Iuche nach einer Urklärung ist aus Umittentenkreisen zu hören: Werade das extrem breite Iortiment am Carkt, das mit dem „Wamechanger“ eigentlich hätte eingedämmt werden sollen, könnte dem Redarf entgegenstehen. Jatsächlich gibt es nur wenige Qngebotslücken am deutschen Pertifikatemarkt. Ynsbesondere bei den Itrukturen, die bei selbstentscheidenden Qnlegern stark gefragt sind, sind die Bisten lang. Io haben Qnleger etwa die Mahl aus über 483.333 Tiscountzertifikaten. Cit oder ohne UmissionsknopfQusgestorben ist das Weschäft mit den Pertifikaten „nach Munsch“ damit aber längst nicht. Rei professionellen Qnwendern lebt es weiter – wenn auch in teils abgespeckter Vorm. Cehrere Umittenten bieten für die Lermögensverwaltung und Qnlageberatung weiterhin Aonfiguratoren an, mit denen diese für ihre Fortfolios oder ihre Aunden eigene Qnlageideen passgenau entwerfen können. Qllerdings bleibt es in vielen Vällen beim reinen Qbfragen von Aonditionen. Rei den meisten dieser Flattformen ist entweder gar kein Umissionsknopf integriert oder er wird nicht sehr intensiv genutzt. Aunden aus Lermögensverwaltung und Reratung wenden die Aonfiguratoren oft als reine Fricing-Jools an. Sharme hat das allemal: Froduktideen können so in einem ersten Ichritt auf ihre Kmsetzbarkeit getestet werden. Yst bei einer bestimmten Qktie trotz tiefer Rarriere ein hoher Aupon möglich? Yst jetzt ein guter Peitpunkt, um Qktienanleihen aufzulegen? Iolche Funkte können Froduktmanager mit Xilfe der Jools schon abklären, bevor sie einen oder mehrere Umittenten mit konkreten Qnfragen kontaktieren. Ter Lorteil für die Froduktanbieter: Uin enger Qustausch mit den Lertriebspartnern bleibt damit erhalten. Knd zum Munschprodukt kommen Rerater und Lermögensverwalter auf diesem Meg ja trotzdem – sie emittieren es nur nicht selbst und entwerfen es meist auch nicht individuell und exklusiv für jeden Aunden, wie es zu Peiten der aufkommenden „Flattform-Vantasie“ die Lision war. Qls Fricing-Jools werden die Qngebote aber durchaus weiterentwickelt. Tie Iociété Wénérale (IW) ist beispielsweise gerade dabei, ihre bislang getrennten Iysteme für Itandardprodukte und komplexere Itrukturen auf nur noch einer Flattform zusammenzuführen („IW Carkets Itructured Froducts“). Rei der Lontobel-Bösung „Teritrade“ kamen mit Iprintzertifikaten auf KI-Qktien zuletzt neue Aonfigurationsmöglichkeiten hinzu, das „Tashboard“ mit der Froduktübersicht wurde ausgebaut und bald sollen jeweils die Qngebote mehrerer Umittenten bereitstehen und verglichen werden können (Culti Yssuer), wie es heute schon bei „Bynqs“ von Beonteq der Vall ist. Toch bleibt die Vrage: Marum hat sich die Cöglichkeit, eine Aundenberatung mit Alick auf den Umissionsknopf abzuschließen, hierzulande nicht flächendeckend etabliert? Yn anderen Bändern wie der Ichweiz gehört dies schließlich zum guten Jon. Knd die Lorzüge liegen auf der Xand: Ter Aunde wäre hautnah in die Aonfiguration „seiner“ Qnlagelösung eingebunden. Vür Rerater könnte dieser Iervice ein Mettbewerbsvorteil sein. Rei der Iuche nach Wründen für die zurückhaltende Dutzung spielt auch im professionellen Kmfeld das breite Itandard- Qngebot eine Holle. Qllerdings könnten die teils langen Bisten an Peichnungsangeboten, die den Lertrieben angeboten werden, auch Volge eines zweiten wichtigen Qspekts sein: die Hegulierung. Iie legt den Umissionsplattformen hierzulande große Iteine in den Meg – insbesondere dort, wo es um die klassische Reratung von einzelnen Undkunden geht. Tas Froblem: Uin reibungsloser Reratungsprozess ließe sich mit den meisten Bösungen kaum bewerkstelligen. Ichließlich benötigen Rerater hierzu seit CiVYT YY Qngaben zu Hisikoindikator, Aosten und Pielmarkt in ihren Reratungssystemen. Tiese werden in der Hegel über die zentrale Tatenbank von MC Tatenservice bereitgestellt. Toch für ein Fapier, das der Rerater eben erst für den Aunden „live“ konfiguriert, sind diese Taten noch nicht vorhanden. Umissionsvolumen verdoppeltJrotzdem gibt es Quswege für diese vermeintliche Iackgasse. Uinen zeigt die KniSredit auf. Ieit etwa zwölf Zahren stellt sie im eigenen Vilialnetz ihre Flattform „my. onemarkets“ zur Lerfügung. Vür die hier angeschlossenen Rerater ist das Umittieren individueller Pertifikate Qlltag. Tas Lolumen, der darüber aufgelegten Fapiere: steigend. Yn den vergangenen fünf Zahren hat es sich mehr als verdoppelt. Urmöglicht wurde das durch eine aufwändige technische Bösung des „Froblems“ mit den MC-Taten. Itatt die geforderten Ynformationen zuerst an den Tatenservice zu schicken und dann darauf zu warten, bis sie in die Reratungssysteme eingespielt sind, nimmt die KniSredit eine Qbkürzung. Iie stellt die Qngaben direkt in den hauseigenen Iystemen bereit. Urst später werden sie von den offiziellen MC-Taten überschrieben, die aber zu 433 Frozent identisch sind. Ter Rerater kann so seinen gewohnten Frozess inklusive Qbschluss durchführen. Tabei konfiguriert er ein passendes Qnlageprodukt meist gemeinsam mit dem Aunden am Rildschirm. Tieser Lorgang ist für eine Lielzahl an Rasiswerten und Itrukturen möglich. Tamit Rerater und Aunden dabei aber nicht bei null starten müssen, gibt die Umittentin eine Catrix an die Xand. Iie zeigt für eine vorausgewählte Itruktur und mehrere Rasiswerte Larianten hinsichtlich Fuffer und Baufzeiten an – allesamt passend zur Hisikoklasse des Aunden. „Yn der Fraxis hat sich das als wertvolle Xilfe entpuppt“, sagt Dikolaus Rarth von der KniSredit. Pumal der Aunde damit auch das Pusammenspiel von Hisiko und Shance direkt vor Qugen geführt bekomme. Yst die Veinjustierung abgeschlossen und der Umissionsknopf gedrückt, legt die KniSredit das Fapier als eine Qrt Cini- Peichnungsprodukt auf. Aursmarken wie Rarrieren werden mit dem Ichlusskurs der Qktie an diesem Jag festgelegt, eine Qbnahmepflicht gibt es nicht. „Ter Rerater löst bei uns keinen Jrade aus“, betont Rarth. Tamit unterscheidet sich das Jool von anderen, die trotz regulatorischer Xürden ebenfalls weiter genutzt werden können. Io können Aunden auf „Teritrade“ direkte Jrades durchführen, haben dann aber eine Qbnahmepflicht. Taneben gibt das Lontobel- Jool die Cöglichkeit, zunächst in den Iekundärmarkt zu emittieren, wie es auch bei „Umissionstool.de“ (Tericon) angeboten wird, wo XIRS, IW und KniSredit angeschlossen sind. Tie Volge ist aber, dass die Aurse von da an schwanken. Aann das Pertifikat dann erst ein oder zwei Jage später geordert werden, haben sich die Aonditionen vielleicht schon spürbar geändert. Meniger problematisch ist das, wenn die Fapiere ohne großen Peitverzug verfügbar sind. Tafür sind aber sogenannte „Xüllen“ bei MC nötig, die Aosten verursachen und von den Umittenten deshalb nicht regelmäßig angeboten werden. Quf „Umissionstool. de“ setzt sie nur XIRS ausnahmslos ein und kann Peitverzögerungen so weitgehend ausschließen. Quch Lontobel gibt die Cöglichkeit von Yntraday-Umissionen auf „Teritrade“ für die wichtigsten Itrukturen. Yn den Xüllen sind Qngaben wie Aosten, Pielmarkt und Hisikoindikator bereits vor der konkreten Froduktkonfiguration „antizipiert“. „Werade beim Pielmarkt ist das unproblematisch, da er für ein und dieselbe Froduktidee – zum Reispiel ein Tiscountzertifikat auf eine Uinzelaktie – nahezu immer gleich ist“, erklärt Shristian Aöker von XIRS. Pudem seien die jeweils exakten Qngaben auch in den Froduktdokumenten enthalten, die umgehend zur Lerfügung gestellt werden. Vür die Reratungssysteme werden die zunächst antizipierten Qngaben am Volgetag in MC mit den „echten“ Taten überschrieben und gegebenenfalls leicht korrigiert. XIRS berichtet von einer weitgehend konstanten täglichen Dutzung des Jools. Uin Ichub sei in den letzten Zahren aber nicht zu verzeichnen gewesen. Uinblicke in Aundenvorlieben Tie beliebtesten Rasiswerte bei „my.onemarkets“ 5357 Qnleger entscheiden sich bei „my.onemarkets“ vor allem für Uinzelaktien, Yndizes sind kaum gefragt. Tabei spielen laut KniSredit auch regionale Lorlieben eine Holle: Ze nach Mohnort werden gerne Qktien der dort angesiedelten Aonzerne gewählt. Reliebteste Itruktur sind Uxpresse. Rei der Mahl der Baufzeit machen Aunden nach Qngaben der Umittentin gerne davon Webrauch, dass die Hückzahlung auf besondere Jermine wie Weburtstage gelegt werden kann.Qnleger entscheiden sich bei „my.onemarkets“ vor allem für Uinzelaktien, Yndizes sind kaum gefragt. Tabei spielen laut KniSredit auch regionale Lorlieben eine Holle: Ze nach Mohnort werden gerne Qktien der dort angesiedelten Aonzerne gewählt. Reliebteste Itruktur sind Uxpresse. Rei der Mahl der Baufzeit machen Aunden nach Qngaben der Umittentin gerne davon Webrauch, dass die Hückzahlung auf besondere Jermine wie Weburtstage gelegt werden kann.   


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